Sternenpark Schwäbische Alb

Schon von langer Hand geplant  haben Ralf und ich uns abermals (nachdem das letzte Mal auf der Alb kläglich gescheitert war, danke liebes Wolkenkleid) auf Exkursion begeben. Mit dem Ziel auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Zainingen.

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Das Warten auf die Dunkelheit

Aufgebrochen sind wir in Richtung Münsingen, um einen Schlüssel, für den Besichtigungsturm Waldgreut, bei der dortigen Tourismus-Behörde abzuholen. Ralf hat das vorher alles telefonisch geregelt. Wir haben uns dazu entschlossen unser monetäres Pfand als Spende dann dort zu lassen.

Bei unserer weiteren Fahrt durch das Niemandsland (Münsingen -> Zainingen), kurz vor dem Ende der Erdscheibe, gab es noch einen fixen Kaffee vom Becker, da eine lange klare Nacht bevor stand.

Letztendlich haben wir uns, eine Stunde vor Sonnenuntergang, auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz eingefunden. Überall prangen dort Warnschilder, dass eine hohe Munitions- und Kampfmittelbelastung vorherrschen würde und dass man sich gefälligst auf den markierten Wegen aufhalten soll. Das haben wir auch gemacht, wir wollten ja auch schließlich nicht das Risiko eingehen, dass jemand auf ein verbuddeltes U-Boot tritt, oder eine Patrone ein hübsches Loch in eine unsere Kameras (oder das Gesicht) bohrt. Diese waren dafür nicht minder gefährlich, da ein Großteil der Strecke noch sehr stark vereist war – eine Rutschpartie sondergleichen.

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Ralf mit einer „Ex“

Auf dem 20 Meter hohen Turm angekommen ist die Sonne dann auch kurz vor Ihrem Untergang gestanden. Obgleich die Lichtfarbe zu diesem Zeitpunkt schön war, so war es der Sonnenuntergang mitnichten. Der Ausblick dort oben war auch ganz ansehnlich, jedoch aus meiner fotografischen Perspektive relativ uninteressant.

Als wir ein Weilchen auf das Schwinden des restlichen Tageslichtes warteten und uns die Dunkelheit herbeisehnten wurde es auch etwas zugig und frisch. Doch schon kurz nach Sonnenuntergang kamen wir unserem Ziel immer näher: Die ersten Sterne ließen sich blicken und ein lange gehegter Plan ging auf – den Nachthimmel mit möglichst vielen kleinen, weißen und unzähligen Punkten auf den Kamerasensor zu bannen:

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Aussichtsturm Waldgreut

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Schon mit bloßem Auge ist dort, im geplanten „Sternenpark Schwäbische Alb“ ein Vielfaches von dem zu erkennen was selbst im hießigen ländlichen Raum ersichtlich ist (von Stuttgart beispielsweise gänzlich abgesehen). Dort oben, so steht es zumindest in den Weiten des Internet, gibt es die geringste Lichtverschmutzung im gesamten süddeutschen Umkreis. Angesichts dessen, was hier auf dem Sensor gelandet ist, scheint das auch plausibel zu sein. Der Schönbuch, Merklingen und die Achalm sind bei weitem nicht so dunkel.
Zugute kam uns auch, dass bei unserem Ausflug Neumond war und ein weiterer Störfaktor abhanden war.

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Die Aussicht auf dem Turm war zwar gut, jedoch erwies sich das ganze Konstrukt als etwas wackelig, einerseits, da es schwer war im Gitterboden die Stative vernünftig zu platzieren und andererseits machten sich die Schwingungen des Turms selbst bei kleinsten Bewegungen darauf bemerkbar. Das ist besonders kritisch bei den notwendigerweise langen Belichtungszeiten (die sich zumeist zwischen 15 und 25 Sekunden befunden haben). Apropos Stativ, das Ding hat sich natürlich in dem Bodengitter dieses Turms blöderweise verhakt und hat (zurecht) jetzt ein paar Kratzer mehr – jedoch geht es nicht ohne das Teil, deswegen vertragen wir uns auch wieder besser und ich habe ihm zuletzt meinen alten Kameragurt vermacht, damit es sich bequemer tragen lässt. Angesichts der knapp 2,5 km Fußweg zum Turm eine sehr lohnenswerte Sache.IMG_9897 IMG_9902Wie unschwer anhand der hier gezeigten Bilder auszumachen ist, war die erhöhte Position nicht optimal um Sterne zu fotografieren, da sich entweder die Kanzel des Turms in den Weg gesellte und zweitens, da fast jedweder Größenmaßstab auf den Bildern fehlt, wenn keine Bäume oder gar der Turm selbst zu sehen sind. Erst als wir dann wieder herabgestiegen waren, war unser Staunen und die Begeisterung auf ihrem Höhepunkt.
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Leider ist im März die Milchstraße anscheinend nicht wirklich im hiesigen Sternenhimmel anzutreffen, deshalb werden wir wohl im Sommer wieder dorthin gehen.

Lustiges Suchspiel zum Ende: Wo ist der große Wagen zu sehen? 😉

Also schrieb Zarastusstra – oder wie man mit dem Hammer fotografiert.

O ihr Stoiker! Der Wert der Handlung des Fotografierens an sich, sei vom Imperativ der intrinsischen Motivation geleitet. Die rückwirkende Kraft, welche ich im engeren Sinne als die „Wahre“ bezeichne ist aus umgekehrter Perspektive sicherlich lagen Kämpfen und Schwankungen unterlegen. Freilich: Ein verhängnisvoller und neuer Aberglaube, eine gar fragwürdige Eigentümlichkeit ergibt sich als Herkunft einer Handlung, in der Gruppe der Fotoschreiberlinge im Netze. Herkunft und Vorgeschichte, welche sich meinem Urteil entziehen, zieht sich bis in die neueste Zeit auf Erden. Gelobt, getadelt, gerichtet, auch ist bereits darüber philosophiert worden. Doch welche Notwendigkeit ist angelangt so exzessiv die Handlung dem Gelde zu unterwerfen?

Dies Problem vom Werte des Bildes, die schändliche moderne Verweichlichung zugunsten des Kapitals, scheint nicht nur etwas Einzelnes zu sein – kein Fragezeichen für sich; wer jedoch hier hängen bleibe, hier seiner Begeisterung verliert, dem wird es gehen, wie es vielen anderen ergangen ist. Ein ungeheuerlicher Schrecken sich gar über die Profession legt – diese „unwahre“ Periode des Prozesses, kann einen jeden befangen. Ist dies geschehen, so soll sich selbst ein jeder der gewachsenen Kritik der fotografischen Werte stellen. Dazu tut eine genaue Kenntnis der Bedingungen und Umstände not! Dieses Symptom, gar die Folge, der Selbstaufgabe des Geldes wegen, die Aufgabe des wahren Werte, der tiefsten intrinsischen Motivation, die Liebe zur Tätigkeit des Fotografierens, läuft Gefahr, auf Kosten ihrer selbst, sich zu beerdigen.

Das Arbeiten im Aufrage, dies Gift, gar Narkotikum, versperre den Wege zur Kreativität, mag man meinen. Wenn im Gelde eben dies Rückgangssymptom läge, insgleichen eine Gefahr, welche sich insgeheim auf Kosten der Freude breitmacht, worin mag dann noch ein Sinne zu finden sein?

Die Grammatik der Fotografie, so wird gesagt, sei eine eigene, doch Herrschaft und Führung der Idole, in den wirren Weiten des Internet, begünstigt durch die Kraft des Marktes, so scheint mir, verdirbt sich im letzten Grunde die glückselige Empfindung. Warum?
Die Begründung der Motivationspsychologie sei gar simpel, extrinsische Reize, vermögen die intrinsische Motivation zu untergraben. Doch! gar mancher lässt sich in den Fängen der Vermarktung nieder, „gemäß des Markes“ wollt ihr knipsen? Oh ihr edlen Stoiker, welche Selbstbetrügerei sich hier ergebe.

Denkt euch einen Menschen mit Kamera und Spaß, seinesgleichen unbeeindruckt, nicht vom anders-sein-wollen, verhaftet. Aber eurer Imperativ des Geldes, als gemäß der Bloggerszene wünschenswert, zwingt ihr euch der unbeherrschbaren ewigen Verherrlichung und Verallgemeinerung eurer „Liebe“ zur Tätigkeit, doch lediglich zur Gefolgschaft des Geldes hin! So lasst euch nicht diesem tyrannischen Trieb hernieder zwingen, sondern erhebt euch zum „Willen zum Intrinsischen“. Die Bauernfänger „kauf dies kauf das“ erweitern ihr Programm, nicht ihrem Freiheits-Bewusstsein verdankt, um so manch einen Workshop „mache dich selbstständig“, oder gar „werde erfolgreicher Fotograf“.

Doch warum sollte jemand genau so etwas tun? Vermag einer zu denken, er regne Gelde als Fotograf? Warum sollten Menschen, welche angeblich damit ihr Geld verdienen, sich selbst des Marktes überdrüssig machen? Einen schmächtigen Fußtritt von der Verantwortlichkeit entfernt schwelgt mir gar mancher Bericht. Das stolze Wissen um die außerordentlich schwierige Situation wird, durch „tu was du liebst“ ersetzt, mit dem Imperativ zum Gelde. Doch ich frage, wie soll man sich selber tragen, wenn man gar zweifellos sich den Spaß verderbe? Oh, Naivität du falsches Organ!, nur schwer sei es sich dem bleiernen Mißbehagen zu widersetzen, wenn es überall gar lautet: Sei erfolgreich! Sei du selbst! Alle diese Einflüsse vom Werte des Geldes stellen ihre Forderungen und wenden sich nach innen, statt sich nach außen zu entladen. Dies kann nicht der Wille zum Fotografieren sein!

Es gehe darum, in aller Sittlichkeit, einen geeigneten Umgang zu finden, statt den Mangel an Bestätigung, wie ein krankhaftes Tier, zu suchen.  Leiden und das Ungenügende in der Tätigkeit selbst, lässt sich nicht durch Externalisierung bewältigen, wenn man dadurch wie ein Spielball des Markts des „Ohne-Eigen-Sinns“ den Willen selbst nicht zu retten vermag.

Ich hoffe diese an F. Nietzsche angelehnte und wirr erscheinende Kritik an den Marketingstrukturen der Fotoszene im Netz ist erkennbar. Mich stört seit geraumer Zeit so manches, was mir in der Internetfotoszene über den Bildschirm läuft (sei es nun im deutschsprachigen oder internationalen Raum). Es greift sehr krass um sich, dass überall postuliert wird, man solle sich doch gefälligst selbstständig machen und das tun, was man liebt und so weiter und so fort, jedoch, dass viele Personen, eben genau dann den Spaß an der grandiosen Tätigkeit des Fotografierens, verlieren, wird so gut wie gar nicht kritisch diskutiert. 
Selten findet sich mal ein Bericht, dass jemand sein/ihr Handwerk niederlegt und sich aus dem professionellen FotografenInnendasein zurückzieht, beispielsweise aus gründen mangelnder kreativer Freiheit.
Diese Doppelmoral, welche ich als sehr kritisch ansehe, findet sich gerade wirklich fast überall. Einerseits kriegen die MacherInnen solcher Workshops, Videos und Blogs sehr viel Aufmerksamkeit und sich durchaus auch sehr fähige Personen, ja, das mag sein, jedoch warum wird dann das Fotografieren per se als Haupteinnahmequelle praktiziert, sondern sich der eigene Markt durch (eigens)geschulte Amateure/Enthusiasten unterminiert?
So viel Geld kann ja in dem Business wohl nicht mehr zu holen sein - und auch das wird viel diskutiert, dass gerade die ganzen Hobbyknipser den Markt kaputt machen würden, dann hingegen verkauft man ihnen die Methodik, um eben dies zu tun, selbst. 
Klare Folge, oder? Sehr vieles erscheint mir da gerade Lug und Trug zu sein. (Und ja, mir ist die Einseitigkeit meiner Darstellung bewusst).
Deshalb werde ich wohl in Zukunft öfters meinem Unmut im Schreibstil anderer Personen, der mir imponiert hat, oder wie auch immer, hier vom Stapel lassen. Mal sehen wen es als Nächstes trifft... :)

 

Schnee II

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Es schneit und ist kalt. Offensichtlich das beste Wetter um Fotografieren zu gehen.
Danke liebe Miri, dass wir mal wieder ein paar Porträts gemacht haben. War abermals eine lustige und spontane Sache.

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Fotografieren im Schnee ist herrlich – abgesehen von kalten Fingern und nass werdendem Kameraequipment (da ist wohl Vorsicht geboten…). Das Beste daran ist, dass man sich einen Reflektor sparen kann – so viel schönes Licht von überall, wenn ich nicht aufpassen muss, dass nicht irgendwelche harten Schatten sich einschleichen oder die Lichter ausfressen. Sehr entspannte Sache.

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Abstraktes

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Ich hatte hier ganz viel zu Abstraktionen geschrieben. Dann habe ich es für schlecht befunden. Stellt euch einfach vor hier steht was zu abstrakten Formen von konkreten Dingen (wie das halt so beim Fotografieren ist) und macht noch ein bisschen Blabla um ästhetische Erfahrungen drumherum (so wie Glitzer auf einer Party, das einem dann im Bart hängen bleibt). Als Alternative kann ich anbieten: Schaut euch entspannt das Bild an und verratet mir einfach in einem Kommentar oder bei einem Kaffee, wie das so auf euch wirkt. Derweil überlege ich mir nochmal was ich eigentlich über Ästhetik schreiben wollte.

Schleife zeigen – Welt-Aids-Tag 2014

DSCF8136-3Solidarität zeigen. So geht’s.

Ich hatte bisher die Möglichkeit im Rahmen meines studienbegleitenden Praktikums und im Anschluss daran ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Aidshilfe Tübingen-Reutlingen e.V. viele HIV-positive Menschen kennen zu lernen.

Es mag sein, dass HIV aus einer rein medizinisch pathologischen Sicht, sofern es behandelt wird (was leider nicht immer, vor allem international, möglich ist), immer weniger ein Problem darstellt. Mit einer HIV-Infektion alt zu werden ist medizinisch kein Problem mehr…

Dennoch sehen sich viele HIV-positive Personen mit vielfältigsten Problemen, wie beispielsweise Vorurteilen, Diskriminierung, sozialem Ausschluss, Stigmatisierung, Schuldfragen, Depressionen, Sucht, unnötiger Angst vor Ansteckung und Anfeindungen konfrontiert [Anm.: was längst nicht alles ist…]. Neue Therapiemethoden geben mittlerweile große Hoffnung und weisen gute medizinische Ergebnisse auf, dennoch ist dies nicht der alleinige Schlüssel zum positiven (Zusammen-)Leben. Hier kommt jeder Einzelne ins Spiel, ebenso wie gesellschaftliche und strukturelle Faktoren. Im Interview meiner Bachelorarbeit wurde, „dass man ausgegrenzt wird“ als das Schlimmste einer HIV-Infektion hervorgehoben und mehrfach betont. Viele andere Betroffene stimmen dem sicherlich zu. Viele Geschichten, die ich erzählt bekommen habe, von allerlei Personen deuten klar darauf hin.

Deshalb solidarisiere ich mich gerne mit den HIV-positiven Menschen rund um den Globus und möchte dazu anregen sich mit dem Thema „HIV“ mindestens insoweit auseinander zu setzen, dass ein akzeptierender, freundlicher und wohlwollender Umgang untereinander möglich ist, beziehungsweise wird.

Falls irgendjemand weitere Informationen zu den Themen HIV/Aids und Co. wünscht, verweise ich gerne auf die Deutsche Aidshilfe, welche weitreichendes Material in digitaler Form kostenlos zur Verfügung stellt. Besonders möchte ich hier an dieser Stelle die Studie „positive Stimmen verschaffen sich Gehör“ hervorheben, welche sehr gelungen die Auswirkungen HIV-bezogener Stigmatisierung aufzeigt.

 

 

Diverse Impressionen aus Tübingen

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Vom goldfarbenen Herbst ist in Tübingen wenig zu sehen. Es scheint eher noch einen nachgelagerten Sommer mit jeder Menge Laub zu geben. Nichtsdestotrotz (tolles Konjunktionaladverb, oder?) habe ich versucht ein paar herbstliche Eindrücke bei einem Spaziergang einzufangen.

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