Schleife zeigen – Welt-Aids-Tag 2014

DSCF8136-3Solidarität zeigen. So geht’s.

Ich hatte bisher die Möglichkeit im Rahmen meines studienbegleitenden Praktikums und im Anschluss daran ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Aidshilfe Tübingen-Reutlingen e.V. viele HIV-positive Menschen kennen zu lernen.

Es mag sein, dass HIV aus einer rein medizinisch pathologischen Sicht, sofern es behandelt wird (was leider nicht immer, vor allem international, möglich ist), immer weniger ein Problem darstellt. Mit einer HIV-Infektion alt zu werden ist medizinisch kein Problem mehr…

Dennoch sehen sich viele HIV-positive Personen mit vielfältigsten Problemen, wie beispielsweise Vorurteilen, Diskriminierung, sozialem Ausschluss, Stigmatisierung, Schuldfragen, Depressionen, Sucht, unnötiger Angst vor Ansteckung und Anfeindungen konfrontiert [Anm.: was längst nicht alles ist…]. Neue Therapiemethoden geben mittlerweile große Hoffnung und weisen gute medizinische Ergebnisse auf, dennoch ist dies nicht der alleinige Schlüssel zum positiven (Zusammen-)Leben. Hier kommt jeder Einzelne ins Spiel, ebenso wie gesellschaftliche und strukturelle Faktoren. Im Interview meiner Bachelorarbeit wurde, „dass man ausgegrenzt wird“ als das Schlimmste einer HIV-Infektion hervorgehoben und mehrfach betont. Viele andere Betroffene stimmen dem sicherlich zu. Viele Geschichten, die ich erzählt bekommen habe, von allerlei Personen deuten klar darauf hin.

Deshalb solidarisiere ich mich gerne mit den HIV-positiven Menschen rund um den Globus und möchte dazu anregen sich mit dem Thema „HIV“ mindestens insoweit auseinander zu setzen, dass ein akzeptierender, freundlicher und wohlwollender Umgang untereinander möglich ist, beziehungsweise wird.

Falls irgendjemand weitere Informationen zu den Themen HIV/Aids und Co. wünscht, verweise ich gerne auf die Deutsche Aidshilfe, welche weitreichendes Material in digitaler Form kostenlos zur Verfügung stellt. Besonders möchte ich hier an dieser Stelle die Studie „positive Stimmen verschaffen sich Gehör“ hervorheben, welche sehr gelungen die Auswirkungen HIV-bezogener Stigmatisierung aufzeigt.

 

 

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