Schweiz (Obacht, viele Bilder!)

IMG_4941-2

Zusammen mit Ralf war bereits länger geplant, die Kameras einzupacken und irgendwo mal wieder Landschaften zu fotografieren. Gesagt getan und ab nach Oberriet in der Schweiz zu unserem gemeinsamen Freund Philipp K..

Am ersten Abend waren wir noch direkt in der Nähe unseres „Hotel zum güldenen Sofa (und zwei Balkonen)“ unterwegs – drei Typen mit viel Kamerazeugs im Gepäck. Sehr entspannt mit Gleichgesinnten einen Spaziergang zu machen.

IMG_4880

Und wie überall in der durchaus gefährlichen Schweiz, gab es auch sehr wilde Tiere. Viele Fotografen trauen sich nur mit sehr langen Brennweiten („viel Zoom“) an diese blutrünstigen Erdenbewohner heran. Todesmutig stellten wir uns diesen Bestien – wer sonst ist so verrückt mit lediglich 35mm Brennweite („Weitwinkel“) sich solchen Kreaturen zu nähern?

Hier das Resultat:

IMG_4898

So viel Adrenalin (und ein paar Stunden Autobahn…) machten uns doch etwas zu schaffen und nach einem gemeinsamen Abendmahl trafen wir die letzten Vorbereitungen für den folgenden Tag.

Es sollte hoch hinaus gehen – in der Nähe von Appenzell befindet sich der Seealpsee, welcher das auserkorene Ziel war,

IMG_4954

Doch auch dieser Weg war voller Gefahren… überall lauerten die so genannten „Schweizer Milch- und Steakwölfe“, welche durchaus in Rudeln anzutreffen waren. Manche davon hatten sogar bedrohlich laute Glocken um den Hals (um Touristen wie uns vor ihnen zu warnen) oder waren gar gehörnt wie der Höllenfürst selbst!

IMG_4950

Vorbei an den wilden Tieren,  ging es gefühlte 20km steil Bergauf, bei ca. 350° C im Schatten. die ersten 400m ziemlich fix, bei gerade noch angenehmen 23° C, dem Himmel entgegen.IMG_4974

Das waren die ersten anstrengenden Höhenmeter – vor allem, und hierüber muss ich mich nach wie vor etwas ärgern, mit einem (wie sich herausstellte vollkommen überflüssigen) 4 kg schweren Stahlstativ, im Gepäck.

Ein kurzer Exkurs in mein fotografisches Seelenleben:
Ich habe mich selten so über einen Kameragurt geärgert, wie über den mitgelieferten. Ständig baumelt einem die Kamera am Bauch herum, was bei einem Bergaufstieg natürlich sehr vorteilhaft ist; zieht kräftig am Hals herum und wenn man dabei noch ins Schwitzen kommt wird das Ding richtig unbequem. Ich empfehle jeder Person die eine etwas gewichtigere Kamera mit sich führt für solche Unternehmungen einen ordentlichen Umhängegurt (welchen ich dann auch direkt am Abend wieder an meine Kamera geschraubt habe).
Mit der Abwesenheit meines Batteriegriffs habe ich mich so einigermaßen anfreunden können. Dennoch bin ich wahnsinnig froh, dass sich mittlerweile meine „dicke Berta“ wieder nach einer vollständigen Kamera anfühlt, mit einem Hochformatauslöser…

Und zu guter Letzt: Stahlstative und ein Berg.
Ich habe weder ein HDR, noch eine Langzeitbelichtung gemacht (auch wenn es dazu bestimmt ein paar Gelegenheiten gegeben hat). Ich habe mein Stativ zwei Mal benutzt, lediglich weil ich es dabei hatte um mich nicht noch mehr über das Extragewicht zu ärgern.

Wenigstens hatte ich die Sicherheit, dass wenn ein Milchwolf versuchen würde mich zu beißen, dass ich zumindest auf am Rücken auf Hüfthöhe geschützt gewesen wäre.

IMG_4981

Nach dem steilen Aufstieg folgten noch ein paar kleinere Etappen, gefühlt direkt in die Wolken hinein.

IMG_4988

 

Plötzlich, wie aus dem Nichts, als sich die vernebelte Sicht etwas besserte… da tauchen sie auf! Gehörnte Milchwölfe und eine Horde wilder Meckerhyänen!

IMG_4993

IMG_5003

Schnell eilten wir unauffällig weiter um nicht bei lebendigem Leibe verspeist zu werden und kamen letztendlich wohlbehalten am Seealpsee an.

IMG_5007

Nach einer etwas ausgedehnteren Pause ging es dann einmal um die Hälfte des Gewässers herum, um festzustellen, dass es eine tolle Gelegenheit wäre, noch einmal eine Pause zu machen. Es gab Kaffee (für unter 3 €!) bei einem kleinen Milchbauernhof.

Da der Tag noch jung war und das Wetter erstaunlicher Weise gehalten hat (der Wetterbericht in der Schweiz ist genau so verlogen wie hier), wagten wir uns an die nächsten Höhenmeter heran und dehnten unsere Strecke noch ein ganzes Stückchen aus.

Da aber der Aufstieg dorthin ziemlich steil war, sind die folgenden Bilder nur von oben.

IMG_5109

IMG_5107 IMG_5110

 

 

 

 

 

Als die steile Etappe geschafft war, ging es nochmal ein Stück empor bevor uns die Schweizer Berge ihr Panorama so wirklich offenbarten und zur Schau stellten.

IMG_5137
Dieser kleine, fast ovale (oben blaue, unten graue) Fleck ist übrigens besagter See.IMG_5138

Noch einmal ein paar Meter höher und damit am Gipfel unserer ersten Tour:

IMG_5146 IMG_5148

Die Schweizer Flugmenschen (vermutlich Tags aktive Vampire), welche über uns kreisten, waren wahrscheinlich zu sehr von meinem (sch#!$*&) Stativ beeindruckt, dass sie schnell von uns abließen und in größerer Höhe ihre domestizierten Milchwölfe beobachteten.

IMG_5142
Nach dem geglückten Abstieg am ersten Wandertag, wurde abends erstmals festlich gegessen und die nächste Route geplant.

Wie sich allerdings herausstellen sollte, war unsere Wanderkarte (welche sich schon am Vortag nicht mit Ruhm für ihre Präzision bekleckert hat…), „etwas“ daneben gelegen. Wir wollten eine Route mit weniger Höhenmetern auf etwas mehr Strecke absolvieren und entspannt Fotowandern.

Im Endeffekt, sind wir lediglich 50 Höhenmeter weniger gekrakselt, waren hauptsächlich auf geteerten Bergstraßen unterwegs, haben den ursprünglich geplanten Aussichtspunkt gar nicht so wirklich erreicht (waren laut Karte ca. 1 km daran vorbei, als er dann angezeigt war … Um Ralf zu zitieren: „Den müsste man mal den Schwäbischen Albverein zum Beschildern vorbeischicken.“ Naja, eine zwar recht nette, aber sehr anstrengende Route mit wenigen Fotos, durch viele kleine Örtchen (wenn man 2-5 Häuser in weiter Flur so bezeichnen will). Einen lustigen älteren Herren, den Gerhard, haben wir kennengelernt – der auf Anhieb wesentlich besser beschrieben hatte, wo es denn nun lang geht, als es die Karte je vermocht hätte. Wir sollten seinen Kumpel Peter grüßen („ein dunkler Kerl mit Brille“), den wir leider nicht getroffen haben. Tut uns leid, Gerhard; aber wenn du das nächste mal irgendwo auf dem Neckar rumschipperst, dann treffen wir uns bestimmt!

Geschafft vom Vortag und OHNE das lästige Stativ am Rucksack mit einem vernünftigen Kameragurt (habe ich denn schon ausreichend über diese beiden Sachen gemeckert? 😀 ), habe ich insgesamt sehr viel weniger Bilder gemacht (Ralf hat seine Kamera nicht mal ausgepackt gehabt…)sind wir nach gut 8 Stunden wieder nach Oberriet zurückgekehrt.

IMG_5166 IMG_5179 IMG_5196

Am selben Abend ging es dann noch nach Feldkirch, die österreichische Partymetropole. Da war gut was los, wir waren noch eine Kleinigkeit essen und sind in einem Club gewesen, welcher in einem alten Hallenbad eingerichtet war.

Da das Wetter leider etwas umgeschlagen ist und es Samstags nur noch wie aus Eimer geschüttet hatte, haben wir uns dagegen entschieden noch in einem Baggersee baden zu gehen und sind lieber auf dem Sofa versumpft, bevor wir abends wieder nachhause gefahren sind.

Vielen Dank an dieser Stelle euch, Philipp K. und Ralf für den geilen Kurzurlaub mit allem Pipapo. Das nächste Mal musst du mit auf den Berg, Philipp.

4 Gedanken zu „Schweiz (Obacht, viele Bilder!)“

  1. Wunderschöne tolle Bergbilder!! Es ist so schwer Fotos von Bergen so hinnzubekommen, dass die Landschaft so erscheint als würde man sie mit eigenen Augen sehen….. Hammer!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.