Herbst, ein Nachruf.

In den letzten Wochen habe ich viel fotografiert. Mehrfach habe ich mir einfach meine Kamera umgehangen und bin los gestapft. Viele verschiedene Motive haben sich dabei ergeben. Sehr viele.

Irgendwie fällt es mir schwer daraus eine kohärente Sinngestalt für einen Blogbeitrag zu schaffen, so dass ich damit zufrieden sein kann. Ein paar schnelle Ideen einer herbstlichen Serie (also buntes Laub, tiefstehende Sonne etc. pp.) habe ich schnell verworfen. Drei, vier, vielleicht auch fünf zufriedenstellende Bilder sind es geworden, aber diese einfach in eine digitale Galerie stecken und fertig? Ich weiß nicht so recht. Es gibt einfach so viele tolle Herbstbilder, die diese Stimmung treffend eingefangen haben im Internet. Sehr viele.

Doch was mache ich dann? Erst wollte ich einen Fotoessay gestalten, doch da war wieder das „Kohärenzproblem“… Das Motto „1-2-3“ fand ich irgendwie spannend. Also drei Bilder mit jeweils einem Hauptelement, zwei mit je zwei und eines mit Dreien. Tja, war wohl nichts, da ich kein für mich stimmiges Bild mit drei relativ unabhängigen Elementen gefunden habe. Noch nicht. Ich dachte ich hätte viele solcher Bilder. Sehr viele.

Auch das vorhaben, mal etwas Kafkaeskes zu machen/produzieren, steht immer noch. Sei es nun etwas textliches oder ein Bilder. Im Idealfall ist es wohl beides. Mal sehen. Im Sortiment „gelungener Bilder“ der letzten Wochen (oder gar Monate…), reichen von Konzertbildern, über Porträts, Schnappschüsse, bis hin zu Landschaftsaufnahmen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind in meiner Lightroom-Bibliothek gefangen und warten darauf, dass ich endlich mal wieder etwas auf meinem Blog mit ihnen treibe. Aus einem davon habe ich zumindest zwei riesige Abzüge anfertigen lassen (und keiner von beiden hängt bisher an einer Wand). Dabei gibt es viele Rahmen in dieser Größe. Sehr viele.

Kohärenz besteht zumindest darin, dass ich all diese Dinge auf meinem Kamerasensor (logischer Weise auch auf meine Speicherkarten und Festplatten) gebannt habe. Ganz viele Einsen und Nullen. Sehr viele.

Doch warum ist in diesem Beitrag nur ein Bild zu sehen? Ich denke es fängt die temporäre Kargheit auf meinem Blog ganz gut ein. Im Herbst hatte ich ziemlich viel zu tun, wie die meisten von euch bestimmt wissen – und da fehlt dann auch ab und an die Muse etwas zu schreiben, oder in eine kohärente Sinngestalt zu packen und etwas zu schaffen, das sich mit meinen Ansprüchen an meinen Blog (die eh bestimmt voll daneben sind…) verträgt. Deshalb veröffentliche ich heute nur dieses eine Bild in diesem Beitrag, statt vielen. Vielleicht mache ich auch einfach noch einen Beitrag in den kommenden Tagen, mit den anderen Bildern (mit denen ich teilweise echt sehr zufrieden bin). Ein großer Beitrag soll es werden, inkohärent von vorne bis hinten. Mit einer ordentlichen Prise an Bildern. Sehr vielen.

Babs & Jacky

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Babs und Jacky haben Bilder für ihre Hochzeitseinladung gebraucht. Diesem Bedürfnis habe ich mich gerne angenommen und etwas mit Kunstlicht (ein dreifaches hoch auf die super billigen Funkblitzauslöser!) am Tag herumgespielt. Das ist nach wie vor weit oben auf meiner Agenda, da das doch etwas herausfordernder ist als ich mir das wünschen würde…
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Viel Spaß hat es gemacht, wir hatten einen lustigen Nachmittag und die Ergebnisse wussten zu gefallen (Danke für euer Lob 🙂 Hat mich sehr gefreut). Jetzt bleiben nur noch ein paar Wochen abzuwarten und dann wird’s auf der Hochzeit sicher nochmal eine Nummer lustiger. Ich freue mich darauf.

Hoch die Tassen – ein Jahr Fotoblog

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Vor ein paar Tagen kam die Rechnung meines Providers via E-Mail reingeflattert und ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Und vor ein paar Minuten kam mir dann ein „Geistesblitz“ und ich habe mal nachgesehen, wie lange mein erster Blogpost her ist.

Am 22.05.2013 habe ich diesen Blog angefangen – Blogjubiläum glatt verpasst (immerhin ist mir aufgefallen, dass das mein 50. Blogpost ist! 🙂 )…
Dessen ungeachtet möchte ich das erste Jahr Fotoblog irgendwie in Worte fassen.

Gelernt habe ich auch ein paar Dinge, oder bin darin besser geworden:

– die Blendenautomatik an einer Kamera ist gar nicht so blöde: Es geht auch anders, als im vollmanuellen Modus oder mit der ISO-Automatik. Ich muss mich lediglich dran gewöhnen und aufpassen was die Belichtungsautomatik so anstellt.

– Blogposts schreiben ist keine einfache Sache. Das braucht Zeit, Ideen und Bilder mit denen ich zufrieden bin. Einfach mal schnell „drauflosposten“ ist nicht so sehr einfach und damit wäre ich wahrscheinlich auch gar nicht zufrieden.

– Apropos zufrieden sein, ich bin mit meinen Fortschritten zufrieden, irgendwie tut sich was beim knipsen. Nicht nur der Spaß dabei ist und bleibt sehr groß, ich achte mehr auf Komposition, Linienführung und bin insgesamt Aufmerksamer, was den Hintergrund angeht.

– Meine Selektivität beim „Schießen“ hat etwas zugenommen – ergo schwindet auch dieses Gefühl, jederzeit Abdrücken zu müssen und sehr viel Druck ist verflogen – wenn ein Moment vergeht, kommt eben ein Anderer.

– Insgesamt bearbeite ich weniger nach. Mein Workflow beläuft sich auf wenige Operationen nach dem Import in Lightroom: Horizont/Cropping –> Weißableich –> S/W oder Farbe –> Entsprechendes Preset –> kleinere Anpassungen (Belichtung, Vignette, Linsenkorrektur, Kontrast etc. und selten mal etwas Dodge/Burn-Gepinsel) –> Nachschärfen bei Bedarf und Export. Was will ich denn auch mehr? Ich bin damit vollkommen glücklich.

– Ich habe viel ausprobiert, war regelmäßíg mit einer Kamera und tollen Menschen unterwegs und hatte viel Vergnügen. Geiles Leben! 🙂

– Bisher ist das der Blogpost in welchem am häufigsten „zufrieden“ verwendet wurde.

An dieser Stelle möchte ich auch euch allen für diverse Sachen danken.
Einmal dafür, dass vor meiner Kamera gestanden, gesessen, gelegen und die Augen aufgehalten wurden (ihr habt die Blumen vom Sieg abgehalten). Danke dafür, dass ich euch als Motiv haben durfte und hier stolz zeigen darf!
Zum anderen möchte ich euch Menschen danken, die diesen Blog lesen und teilweise sogar regelmäßig nach neuen Blogposts abchecken! Sowas freut mich immer ungemein.
Ebenfalls möchte ich den Leuten danken, welche mir ein ehrliches Feedback und Kritik zu meinen Bildern geben. Das ist immer eine großartige Chance aufmerksam auf Unzulänglichkeiten zu werden und stellt einen nicht unbeachtlichen Ansporn dar, welcher abgesehen vom intrinsischen Drang besser zu werden, eine andere, mir verschlossene, Sichtweise ermöglicht und eine große Ressource ist. Unerheblich ist dabei die Art der Kritik, sei es nun eine begründete Stellungnahme wie ein Bild auf eine Person gewirkt hat oder eine technische Sichtweise – beides ist mir wichtig.

Und ein Fazit mit Bild, darf selstverständlicher Weise nicht fehlen: „Philipp, einfach weiter …

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